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Sonntag 09. November 2014


"Hier in Berlin, an vielen Orten in der ganzen DDR und in unseren mittel- und osteuropäischen Nachbarländern haben mutige Bürgerinnen und Bürger Geschichte geschrieben, deutsche Geschichte, europäische Geschichte, Weltgeschichte", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit in seiner Rede zum 9. November am Brandenburger Tor. "Ihnen verdanken wir das Glück der friedlichen Revolution. Wir verneigen uns vor der Entschlossenheit, dem Mut und der Tatkraft dieser Menschen, von denen viele heute Abend unter uns sind." Wowereit erinnerte stellvertretend für viele an die Bürgerrechtlerinnen Ulrike Poppe, Freya Klier und den Berliner Ehrenbürger Wolf Biermann. Zugleich wies er auf Freiheitskämpfer wie Lech Wa?e?a in den mittel- und osteuropäischen Nachbarländern hin,  aber auch auf den Beitrag von Miklos Nemeth, dem früheren ungarischen Ministerpräsidenten, und Michail Gorbatschow, dem damaligen Präsidenten der Sowjetunion.

Das unfassbare Glück des November 1989 sei am Pariser Platz und an vielen anderen Orten in der Stadt noch immer lebendig. "Das hat uns die Kraft gegeben, Berlin zu dem zu machen, was es heute ist: zu einer weltoffenen und toleranten Metropole, einer Stadt, die von ihrer Vielfalt lebt. Einem Ort, der die Menschen zusammenführt, ganz gleich welcher Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Lebensweise", so Wowereit.

"Wenn wir heute den glücklichsten Tag unserer jüngeren Geschichte feiern, dann vergessen wir aber auch nicht: Für viele Millionen Menschen ist eine gerechtere Welt ohne Mauern längst noch nicht Wirklichkeit. Das Versprechen von Freiheit, Demokratie und einem Leben in Menschenwürde ist für sie bis heute ein unerfüllter Traum. Ja, mehr noch: Manch totgeglaubtes Klischee aus dem Kalten Krieg scheint selbst in Europa wieder auf. Freiheit und Demokratie sind kein Geschenk. Sie müssen erkämpft und in jeder Generation neu bewahrt werden. Dass das möglich ist: Dafür steht Berlin", so der regierende Bürgermeister. Und er mahnte: "Nichts und niemand kann Unterdrückung legitimieren. Nichts und niemand darf den Freiheitswunsch und den Selbstbestimmungswillen der Menschen zurückweisen. Nirgends. Und nichts wird autoritäre Regime auf Dauer schützen vor dem Ruf nach Demokratie und Gerechtigkeit."



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